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Warum läuft deine Wärmepumpe wahrscheinlich nicht optimal?

ThermoNavi · 5 Min. · 28. Mai 2026

Jedes Kelvin weniger Vorlauftemperatur spart 2–3 Prozent Heizkosten. Die meisten Wärmepumpen laufen mit 10, 15 oder sogar 20 Kelvin mehr als nötig — nicht weil irgendjemand schlechte Arbeit gemacht hat, sondern weil die präzise Berechnung bisher schlicht zu aufwendig war.

Eine ehrliche Bestandsaufnahme

Als ich meine Wärmepumpe bekam, hatte der Energieberater das System auf 55 Grad Vorlauftemperatur eingestellt. Das war keine schlechte Arbeit — mit den verfügbaren Tools und dem Zeitdruck im Alltag eines Energieberaters ist das eine völlig nachvollziehbare Entscheidung. Der Handwerker hat es übernommen. Das System lief. Warm wurde es.

Aber nach einigen Wochen mit einem selbst entwickelten Berechnungstool stellte ich fest: Mein Haus läuft perfekt auf 45 Grad. Zehn Kelvin weniger. Jedes Jahr.

Das ist kein Vorwurf an irgendjemanden. Es ist ein Hinweis darauf, dass das Optimierungspotenzial bei Wärmepumpen enorm ist — und dass es bisher kein einfaches Tool gab, um es zu heben.

Was Vorlauftemperatur bedeutet

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der die Wärmepumpe das Heizwasser in die Heizkörper schickt. Je höher diese Temperatur, desto mehr elektrische Energie braucht die Wärmepumpe. Das Ziel ist simpel: so niedrig wie möglich, aber hoch genug dass alle Räume im kältesten Winter warm werden.

Der entscheidende Faktor sind die Heizkörper. Ein zu klein dimensionierter Heizkörper braucht höhere Vorlauftemperaturen um die gleiche Wärme abzugeben. Ein richtig dimensionierter Heizkörper schafft das bei deutlich niedrigeren Temperaturen. Die Berechnung ist technisch anspruchsvoll — und genau das ist der Punkt.

Zwei Effekte, die sich multiplizieren

Eine zu hohe Vorlauftemperatur schadet auf zwei Arten gleichzeitig.

Erstens muss die Wärmepumpe mehr arbeiten. Pro Kelvin Absenkung spart man grob 2–3 Prozent Heizenergie. Bei zehn Kelvin Optimierungspotenzial sind das 20–30 Prozent weniger Heizkosten — jedes Jahr.

Zweitens leistet sie die Arbeit ineffizienter. Wärmepumpen haben eine sogenannte Jahresarbeitszahl — das Verhältnis von erzeugter Wärme zu verbrauchtem Strom. Bei niedrigerer Vorlauftemperatur arbeitet die Wärmepumpe näher an ihrem optimalen Arbeitspunkt. Laut Fraunhofer ISE ist die Jahresarbeitszahl bei 35 Grad Vorlauf rund 10–15 Prozent besser als bei 55 Grad.

Diese beiden Effekte multiplizieren sich. Die Wärmepumpe muss weniger Arbeit leisten — und die Arbeit die sie leistet, leistet sie effizienter.

Das Flaschenhals-Problem

Die Vorlauftemperatur des gesamten Systems richtet sich immer nach dem schwächsten Heizkörper. Wenn in einem Haus mit zehn Heizkörpern einer davon zu klein dimensioniert ist, muss das gesamte System mit höherer Temperatur laufen — auch die anderen neun.

Das zu identifizieren war bisher die eigentliche Herausforderung. Professionelle Software wie sie Energieberater einsetzen ist leistungsfähig, aber teuer, komplex und für den einmaligen Hausbesitzer schlicht nicht zugänglich. Für den Handwerker im Tagesgeschäft fehlt oft schlicht die Zeit für eine tiefgehende Einzelberechnung pro Heizkörper.

Oft reicht es, einen einzigen Heizkörper zu tauschen, um die Vorlauftemperatur des gesamten Hauses um mehrere Kelvin zu senken. Die Investition amortisiert sich in wenigen Jahren durch die eingesparten Heizkosten.

Was ThermoNavi anders macht

ThermoNavi berechnet für jeden Heizkörper im Haus die benötigte Vorlauftemperatur, findet den Flaschenhals, schlägt Alternativen vor — und zeigt in Sekunden, wie weit die Vorlauftemperatur des gesamten Systems gesenkt werden kann.

Für Hausbesitzer bedeutet das: endlich ein verständliches Werkzeug um das eigene Heizsystem zu verstehen und fundierte Gespräche mit Handwerkern und Energieberatern zu führen.

Für Handwerker und Energieberater bedeutet es: eine schnelle, übersichtliche Berechnungsgrundlage die dem Kunden klar zeigt warum welche Maßnahme sinnvoll ist — mit einem professionellen PDF das die Empfehlung nachvollziehbar macht.

Das Ergebnis sind keine Vermutungen und keine Schätzungen. Nur nachvollziehbare Zahlen — für alle Beteiligten.